Stapellaufunfall "Mercandian Sea" - 25.03.1974

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Beim Querstapellauf auf der Büsumer Werft GmbH liefen die Schiffe seit 1974 auf einer schiefen Ebene ab. Am Ende der Ablaufbahn vielen die Schiffe aus ca. 1 Meter Höhe ins Wasser. Mittels Halteseilen, die vor dem Stapellauf am Schiff befestigt wurden, stoppte man das Schiff, sobald es im Wasser war. Beim Stapellauf der "Mercandian Sea" herrschte sehr starker Ostwinds und im Hafenbecken war ein extrem hoher Wasserstand. Das Schiff stellte im Wind eine enorme Segelfläche dar, dementsprechend hoch war die Belastung auf den Halteseilen. Nachdem das Schiff im Wasser war, war es nicht möglich das Schiff zu stoppen. Plötzlich waren die Halteseile in ihrer vollen Länge ausgegeben und die Haltemannschaft mußte sie loslassen. Das Schiff wurde daraufhin vom starken Wind gegen die gegenüberliegende Pier gedrückt, dort beschädigte es einen abgestellten PKW und einen kleinen landseitigen Ladebaum. Bei dieser Berührung wurden am Schiff der Propeller und das Ruderblatt beschädigt. Durch den abrupten Stopp des Schiffes achtern, schwenkte nun das Vorschiff herum um beschädigte an der Ostpier (Stöfen) einen Kümo. Trotz der erheblichen Schäden wurde das Schiff termingerecht abgeliefert, auch das Kümo wurde selbstverständlich repariert.